Aktuelles zur Corona-Krise - Impfung und AHA-Regeln


Liebe Patientinnen und Patienten,

seit fast 2 Jahren bestimmt nun die Corona-Krise in weiten Teilen unser Leben. Nach der vierten Pandemie-Welle im Herbst befinden wir uns jetzt bei steigenden Infektionszahlen in der 5. Welle, was zu erneuten Einschränkungen geführt hat. Die hoch ansteckende Omikron-Variante ist auf dem Vormarsch und hat vor allem im Norden Deutschlands zu sehr hohen Inzidenz-Zahlen geführt.

Der medizinische Sektor ist noch gut aufgestellt und kann im Notfall helfen. Schnell aber können die Krankenhäuser und die Intensivstationen an ihre Grenzen gelangen. Die Lage ist bedrohlich. Geplante Operationen müssen mittlerweile verschoben werden.

Mit dem Impfen gibt es ein wirksames Mittel gegen das Corona-Virus:
Mittlerweile sind in Schleswig-Holstein schon mehr als 79% mindestens einmal geimpft und 77% haben den vollen Impfschutz. Das bedeutet: 23% der Bevölkerung haben keinen ausreichenden Impfschutz. Hinzu kommt eine unverständliche Impfmüdigkeit bzw. -ablehnung bei mittlerweile ausreichend zur Verfügung stehendem Impfstoff.
Mit der Impfung ist das einzige wirksames Mittel im Kampf gegen die weitere Verbreitung des Virus verfügbar. Ich darf Sie bitten sich mit dieser Möglichkeit anhand seriöser Quellen auseinanderzusetzen. Wenn Sie Zweifel haben so führen Sie sich die Alternativen vor Augen: die Corona-Infektion kann glimpflich verlaufen, sie kann aber auch tödlich sein. Wir können erst zu einem „normalen“ Leben zurückkehren, wenn mindestens 85% der Bevölkerung immun sind gegen das Virus. Eine natürliche Durchseuchung dauert viel zu lange und ist mit hohen (tödlichen) Opfern verbunden.
Gehen Sie davon aus, dass sich in den nächsten Wochen wohl jeder Nichtgeimpfter infizieren wird, das insbesondere im Hinblick auf die deutlich ansteckendere Omikron-Variante. Das heißt nicht, dass er zwangsläufig (schwer) erkrankt, aber das Risiko ist groß. Außerdem kann er wiederum andere Personen, auch Geimpfte anstecken.
Immer wieder wird das Argument der Impfdurchbrüche herangezogen und damit die Wirksamkeit der Impfung in Frage gestellt. Dazu folgende Zahlen. Bis heute sind 63 Millionen Menschen geimpft, davon sind seit April etwa 100.000 Personen trotzdem an Covid-19 erkrankt. Abgesehen davon, dass die Krankheitsverläufe deutlich milder waren, sind das 0,2% der Geimpften oder 2 Personen von 1.000 Geimpften. Im Krankenhaus sind von 10 Corona-Erkrankten 9 ungeimpft!
Da die Zahl der Infizierten unter den Geimpften aber weiter steigen wird und wir mit der neuen Virus-Variante Omikron wohl noch mehr Infektionen erwarten müssen, empfehle ich unbedingt die 3. Impfung (Booster), in der Regel nach Ablauf von 3-4 Monaten.

                Ich rate Ihnen dringend zur Impfung gegen das Corona-Virus.
                  Ich selbst habe mich natürlich impfen und boostern lassen.

Mittlerweile kann in Deutschland jeder Person ein Impfangebot gemacht werden.

Informieren Sie sich für einen Impftermin: 

  • Sie können sich bei Ihrem Hausarzt impfen lassen.
  • Auch in meiner Praxis können Sie sich impfen lassen. Lesen Sie dazu die Information unter dem Button "Covid-19 Impfung".
  • Mittlerweile gibt es auch wieder zentrale Impfstellen. Näheres dazu entnehmen Sie bitte der Presse oder unter www.impfen-sh.de.

Bei steigenden Infektionszahlen ist die Pandemie definitiv nicht beendet und wird uns in den Wintermonaten weiter begleiten. Es ist deshalb Vorsicht geboten und ich empfehle dringend die bekannten Hygienemaßnahmen (Abstand, Maske, Desinfektion) anzuwenden. Nach wie vor ist auch das regelmäßige Lüften eine sinnvolle Maßnahme.

Die ständig wechselnde Entwicklung führ leider auch zu ständig wechselnden Verhaltensmaßnahmen. Dazu gehören auch die Quaratänebestimmungen, die im Falle einer Infektion oder Kontakt in kraft treten. Ich empfehle Ihnen die gut verständlichen Ausführungen der Stadt Lübeck zu diesem Thema. Hier können Sie auch einen Quarantänen-Bescheid anfordern.

Ich empfehle Ihnen auch weiterhin sich zu informieren. Suchen Sie aber bitte nicht wahllos im Internet. Da stehen viele Halbwahrheiten und auch sehr beunruhigende Sachen. Es ist leider auch die Zeit der Fake-News und der Verschwörungstheorien. Halten Sie sich an seriöse Seiten, z.B. das Robert-Koch-Institut in Berlin. Hier erhalten Sie kompetente Informationen.

Nun zu unserer Praxis. Wie auch in den vergangenen Monaten halten wir unseren Praxisbetrieb zu den gewohnten Öffnungszeiten aufrecht.
                                        Sie sind herzlich willkommen!
Bitte bedenken Sie aber auch: ich kann Ihnen trotz umfangreicher Hygiene-Maßnahmen kein Corona-freies Areal zu 100% garantieren. Ein gewisses Rest-Risiko bleibt. Ich kann und werde auch nicht Ungeimpfte abweisen. Somit gilt in meiner Praxis nicht die 2G oder 3G-Regel, wohl aber die Masken- und Abstandspflicht.

Weiterhin bitten wir folgende Dinge zu beachten:

  • Es gibt bei uns grundsätzlich keine Einschränkungen, was die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen im HNO-Bereich angeht.
  • Falls Sie einen Termin nicht wahrnehmen wollen oder können, sagen Sie diesen bitte telefonisch oder per E-Mail ab.
  • Die Akut- bzw. Infektsprechstunde findet wie gewohnt jeden Tag statt; bitte vorher telefonisch anmelden. Wir sorgen dafür, dass nur wenige Personen gleichzeitig in der Praxis sind.
  • Besonders in der Infektsprechstunde kann es passieren, dass wir Sie zeitweise wieder aus der Praxis schicken müssen, da sich sonst zu viele Personen in den Räumen aufhalten und wir die Mindestabstände nicht gewährleisten können. Bitte haben Sie dafür Verständnis.
  • Zum Schutz für Sie selber und für die anderen erwarte ich von Ihnen, in meiner Praxis einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Dabei können wir keinen Unterschied machen zwischen Geimpften und Nichtgeimpften! Bei Maskenbefreiung bitte ich um Vorlage einer schriftlichen Bescheinigung.
  • Es gibt einige Ausnahmen zur Maskenpflicht. Diese betreffen allerdings nicht das HNO-Fachgebiet. Deshalb kann ich Ihnen diesbezüglich keine Bescheinigungen ausstellen.
  • Falls Sie an grippalen Symptomen leiden, melden Sie sich unbedingt vorher telefonisch. Vielleicht lässt sich da schon einiges klären.
  • Patienten, die in meiner Praxis bekannt sind, können bei grippalen Infekten ggf. eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder notwendige Überweisungen/ Einweisungen sowie Rezepte telefonisch anfordern. Benutzen Sie gerne auch die e-mail-Adresse.
  • Falls Sie selber den Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung haben: suchen Sie bitte keine Arztpraxis auf, sondern melden sich telefonisch um das weitere Vorgehen zu besprechen.
  • Bei begründetem Verdacht führe ich einen Corona-Abstrich (PCR) durch. Sie müssen dafür also nicht zu Ihrem Hausarzt oder zu einer anderen Stelle. Derzeit werden die Kosten für den Abstrich und die Untersuchung bei medizinischer Indikation übernommen.
  • Wenn Sie aus privaten Gründen einen Corona-Abstrich (PCR) benötigen (z.B. Urlaub), führen wir auch den - allerdings kostenpflichtig - durch. Bitte melden Sie sich telefonisch für den Test an.
  • Einen Antigen-Schnelltest kann ich in meiner Praxis nicht durchführen. Das kostenlose Testen in ausgewählten Zentren ist wieder möglich. Machen Sie im Zweifelsfall davon Gebrauch.
  • Achten Sie bitte auf Aktualisierungen, diese ändern sich momentan sehr häufig.
  • Allergiepatienten, bei denen eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden soll, kann ich beruhigen: diese kann bedenkenlos durchgeführt werden. Bitte denken Sie an die 30-minütige Beobachtungszeit nach der Injektion. Eine weitere wichtige Information: zwischen einer Hyposensibilisierung und einer eventuellen Corona-Schutzimpfung sollten 5-7 Tage liegen.
  • Wir führen auch die Grippeschutzimpfung durch. Auch hier sollten zu einer Corona-Impfung 5-7- Tage Abstand liegen.

Ich hoffe mit diesen Informationen Ihnen ein wenig Sicherheit zu geben. Wie gesagt, es sind schwierige Zeiten, aber diese gehen vorbei.

Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch den Winter.

Michael Meyer-Andresen und das Praxisteam
aktualisiert: 16. Januar 2022